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  • Die geschichte Das Milchtal

    Sie war etwas kleiner als ich. Ich schaute ins Leere, zu der Tür, wo das Mädchen verschwunden war. Luca schaute den Kürbis an und sagte:

    „Diese Nacht ist Vollmond.“ Dann führte er mich in ein kleines Zimmer und breitete mir ein Lager aus Heu auf einer Matratze.

    Ich legte mich auf das Bett mit den Händen hinterm Kopf. Die Wände waren mit Lehm verputzt, mit Buckeln und voll mit Löchern, aus denen ein rötliches Licht durchdrang. Ich war gerade dabei einzuschlafen, erschöpft von dem langen Weg und vom Baden, aber ich riss mich aus dem Bett und rannte hinaus zu dem Abgrund. Die Flüsse im Tal leuchteten in der Dunkelheit der Nacht und die Kühe des ganzen Dorfes gingen in den Flüssen. Sie waren so zahlreich, dass die Herde gar kein Ende mehr nahm – man hörte ihre Gebrüll und die Kuhglocken. Auf dem Rücken einer Kuh erkannte man Arinas Silhouette. Sie gingen zu der Ebene, was mir am Nachmittag Luca gezeigt hat. Der Mond stand schon etwas tiefer als diese Hochebene, nach und nach begannen die ersten Kühe schon mit dem Anstieg und ihre schlanken und schwarzen Körper wurden von einem Lichtkranz umgeben.

    Die geschichte Das Milchtal

    Das war also alles wahr. Das bedeutete für meine Familie und für die anderen versammelten Hirten an unserem Tisch nur der Anfang unseren Sorgen. Wie kam es, dass Luca trotzdem mich zu ihm einlud, obwohl er ahnen musste, dass ich alles sehen und hören würde? Ich ging zitternd vor Kälte zu meiner Schlafstelle zurück. Im Bett lag Luca und seine Augen waren auf mich gerichtet.
               „Sei nicht so erzürnt! Ich weiß selber, dass wir ein Dorn im Auge für alle ehrlichen Kuhhirten sind. Wir haben aber gar keine andere Wahl. In kurzer Zeit werden wir hier alle verschwunden sein!“

    „Wo geht ihr hin“, fragte ich durchfroren?

    „Dorthin, wo man eine Weide hat“, antwortete Luca.

    Am nächsten Tag wachte ich auf, wusch mich am Brunnen, kippte ein Eimer Wasser über meinen Kopf und vor meinen Augen spielte sich das Geschehen von der Nacht ab und ich konnte auch an nichts mehr anderes denken. Ich schaute zu dem Stall hinüber und ich sah wieder das Bild mit den schlafenden Kühen, mit ihren geflochtenen Hörnern, als ob sie tot wären.

     
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